
Informationen zu Gesellschaft, Religion, Kultur und Wirtschaft u.a. Betrachtet werden meist größere Zeiträume.
Da die Arbeitsteilung, die Voraussetzung für des Stattfinden eines Handels ist, zwischen Gemeinschaften früher stattfindet als innerhalb von Gemeinschaften, entwickelte sich zuerst der Fernhandel, vor allem mit Luxusgütern, später auch mit Gewürzen, Textilien und verschiedenen Rohstoffen (Kupfer, Zinn, Bronze).
Die ersten Fernhandelsverbindungen entstanden von Mesopotanien aus in den östlichen Mittelmeerraum wohl bereits im 4. Jahrtausend vor der christlichen Zeitrechnung. Mit der weiteren Ausdehnung des Fernhandels, der nacheinander von den Kretern, Phönikern, Griechen, Karthagern beherrscht wurde, wurden auch Indien, der westliche Mittelmeerraum und - insbesondere durch die Karthager - die europäische Atlantikküste sowie die westafrikanische Küste einbezogen.
Mit der Entstehung des römischen Weltreiches erfuhr der Fernhandel einen großen Aufschwung, weniger durch Handelsaktivitäten Roms selbst als vielmehr durch die entstehende Sicherheit der Handelswege und die Vereinheitlichung von Münzen, Maßen und Gewichten.
Nach dem vorübergehenden Rückgang des Handels während der Zeit der Völkerwanderung gewannen die neuen Fernhandelsverbindungen, die einerseits bis nach Indien und China, andererseits durch Europa in den slawischen Osten reichten, zunehmend an Bedeutung.
Im Mittelalter konzentrierte sich der Fernhandel vor allem auf die neu entstandenen Städte, insbesondere in Italien, aber auch z.B. Augsburg und Nürnberg in Südeutschland. Im Norden wurde zu dieser Zeit der Handel vor allem von der Hanse beherrscht.
[Artikelauszug: Meyer's Taschen Lexikon]



