"Stralsunder Friede 1370" Wissensweitergabe.org - SCHINDLER mediasolutions

1360 / 1361 Schonen und Gotland werden von Waldemar IV. Atterdag erobert; dies wird als Bedrohung der Handelsverbindungen gesehen. Gotland mit seiner günstigen Lage ist nun dänisch!

Die Reaktion der Hanse ist nicht einhellig, da die wendischen Städte mehr an den Schonischen Märkten, die preußischen mehr an der freien Sunddurchfahrt interessiert waren und die westfälischen sich nur indirekt betroffen fühlten

1362 Auslaufen der lübische Flotte Die Auseinandersetzung endet mit einer großen Niederlage der Hanse gegen Dänemark

1367-1385 Kölner Konföderation gegen Dänemark

  • Verbund für die Dauer des Krieges gegen Dänemark (und Norwegen) plus drei Jahre darüberhinaus, bei eventueller Verlängerung
  • von der Hanse auf einzigem Hansetag in Köln verabschiedet, unter Teilnahme dreier nichthansischer Städtegruppen:
    • niederländ. Städte
    • Holland (Amsterdam)
    • Seeland (Priel)

Beschlossen wurde u.a.

  • Einführung eines 'Pfundzolls' (Gewichtsabgabe) für Ein- und Ausfuhr von Waren
  • Vereinbarung über die Anzahl der aufzustellenden Kriegsschiffe
  • Bremen (Seeräuberproblem) und Hamburg leisten nur finanzielle Hilfe

Waldemar IV. schätzt die militärische Lage falsch ein. Kopenhagen wird zerstört und 1369 bittet der dänische Reichsrat um Frieden. Im Gegensatz zum Grafen v. Holstein und König v. Schweden, die den Krieg fortführen wollen, beendet die Hanse den Krieg.

Mai 1370 Frieden von Stralsund
Sieg der Hanse über den Dänenkönig Waldemar IV. Atterdag
Die Hanse erhält die Bestätigung ihrer alten Privilegien:

  • Dänemark muß der Hanse Handelsvorrechte garantieren
  • Dänemark muß der Hanse vier Sundfestungen überlassen, um den Sund kontrollieren zu können
  • 2/3 der Einnahmen aus den Sundschlössern müssen der Hanse ausgeliefert werden

Dauer: 15 Jahre

Zuletzt geändert am 21.10.2007