Geschichte → Mittelalter → Wirtschaftsgeschichte → Die deutsche Hanse → Von der Kaufmanns- zur Städtehanse 12. - 14. Jh. → Von den Städtebünden zur Städtehanse

Vorläufer der Städtehanse sind bilaterale Verträge zwischen einzelnen Städten, z.B. 1149 Köln - Trier. War bis zur Mitte des 13. Jh. die gotländische Genossenschaft von größter Bedeutung, so geriet diese in den Hintergrund und Lübeck und Visby (Gotland) treten an seine Stelle (Gründe: wirtschaftliches Wachstum und größer werdendes Selbstbewußtsein der Städte).
1280 Vertrag Lübeck - Visby - Riga zum Schutz ihrer Händler: nicht mehr die Kaufleute versprechen sich gegenseitig Schutz, sondern die Städte
Um 1300 beginnt sich die Städtehanse zu konsolidieren, trotz Krisen. Der wachsende Reichtum der Städte führt zur Verdrängung der Stadtherren (städtische Emanzipation), was diese nicht ohne weiteres hinnahmen.
Erster Konflikt zwischen Lübeck und Herzog von Holstein
Lübeck bittet den dänischen König Erik VI. um Unterstützung gegen den Herzog von Holstein (Gegenleistung: Abtretung von wendischen Gebieten), nachdem die wendischen Städte keine Hilfe bieten. Dieser erobert große Teile Nordeutschlands. Die Folge ist die Annahme einer dänischen Schutzvogtei und Geldzahlungen (1307-1319) durch Lübeck, damit Dänen 'abziehen'; Machtverlust Lübecks und Visby versucht an seine Stelle zu treten.
Der Tod Eriks VI. (1319) und eine Privilegienbestätigung durch Waldemar IV. Atterdag, der mit Unterstützung Lübecks König wurde, geben Lübeck seine Vorrangstellung unter den wendischen Städten zurück.
> Anfang 14. Jh. Beginn der Entwicklung zur Städtehanse



