"Von der Händler- zur |Kaufleutegenossenschaft" Wissensweitergabe.org - SCHINDLER mediasolutions

Die Entwicklung eines Fernhandelssystem hängt eng mit dem Wachsen der Städte und der Ausbildung von Kaufmannssiedlungen zusammen. Dieses System wurde nicht durch Verträge, sondern durch Handelsniederlassungen von Kaufleuten, die noch in Verbindung mit ihrer Heimatstadt standen, zusammengefügt. Diese bildeten in den fremden Städten Handelskontore.

Gotländische Genossenschaft
Voraussetzung für erfolgreichen Handel in der Ostsee war die Verständigung mit den Gotländern. Heinrich der Löwe versöhnt Deutsche und Gotländer, die vorher in Konflikt lebten, und läßt sie Frieden schwören (1161). Zudem bestätigt er den Gotländern die ihnen von Lothar III. von Supplinburg in Sachsen gewährten Privilegien. Die deutschen Kaufleute, insbesondere lübische, aber auch Kaufleute aus sächsischen und westfälischen Städten, konnten von da an nach Gotland fahren. (Genossenschaft der Gotland besuchenden Deutschen - universi mercatores Imperii Romani Gotlandiam frequentantes)

> 'Geburtsstunde der Hanse'

Kölner Englandfahrer
Die älteste bekannte Hanse ist die der Kölner Englandfahrer (seit 1130 in England vertreten), der auch Händler aus anderen niederrheinischen Städten angehörten. Um 1157 nimmt der englischen König Henry II. von England ihr Haus in London, die Gildehalle, in seinen Schutz. Er befreit die Händler von höheren Abgaben und gewährt günstige Bedingungen für den Verkauf von Wein (zu gleichen Bedingungen wie Frankreich). 1194 gestattet König Richard I. von England den freien Verkehr und Marktbesuch im ganzen Land.

Zuletzt geändert am 21.10.2007