""Neulich in den Staaten"" Wissensweitergabe.org - SCHINDLER mediasolutions

Eine MBA-Studentin berichtet über Lust und Frust im Land der unbeschränkten Möglichkeiten.

Providence in Rhode Island, die perfekte Stadt für AmerikaeinsteigerInnen, wie ich es bin: Nicht zu klein (ca. 175.000 EW), Hauptstadt des kleinsten US-Bundesstaates, vor zwei Jahren als freundlichste Stadt der USA gewählt und gelegen in Neuengland, der Region, die für ihren "Indian Summer" und Hummer berühmt ist.

Mein Name ist Inga, ich bin 29 Jahre alt und mache hier seit November 2001 meinen "MBA in Hospitality, Concentration in Finance" an der "Johnson & Wales University" (JWU). Nur um Missverständnisse zu vermeiden: "Hospitality" hat nichts mit Krankenhäusern zu tun, sondern mit der Beherbergungsindustrie.

Ich diskutiere hier nicht das Für und Wider des MBA Studiums. Jeder muss für sich entscheiden, ob dieser Studiengang sinnvoll ist oder nicht. Vielmehr möchte ich allen LeserInnen einen Einblick in mein Studentenleben geben, neugierig machen, sozusagen Informationen aus erster Hand weitergeben.

Ein MBA Studium an der JWU zeichnet sich durch mehrere Eigenschaften aus:

1. Man muss nicht mehr stupide auswendig lernen. Oberste Devise: Die Theorie kennen wir, die Praxis auch. Wie kombiniere ich mein erlerntes (Knowledge) und erfahrenes (Skills) Wissen am besten? Im Studentenalltag bedeutet das: Viel Teamwork mit Präsentationen, viele Diskussionen und Erfahrungsaustausch, eine Unmenge von Fallstudien (Case Studies) und wissenschaftliche Magazine (Scholarly Journals) wälzen, bzw. durchsurfen.

2. Das Studium ist zeitlich so gelegt, dass gerade auch Berufstätige diese Weiterbildung nutzen können, ohne ihren Job zu verlassen. Abendkurse, pro Fach eine Unterrichtseinheit von 4 Stunden pro Woche, sind Standard.

3. Unterrichtet wird im Klassenverbund, ca. 25-30 Studenten pro Kurs.

4. Und was gerade JWU hervorhebt, ist die Internationalität der Studentenschaft (Student Body): Nicht zuletzt auch durch den Studiengang für Hospitality, denn gerade dieser Industriezweig lebt natürlich von der Internationalität.

5. Es stimmt: In den USA haben die meisten Arbeitnehmer noch einen zweiten Job. Unsere LehrerInnen haben also fast alle noch einen Vollzeitjob, der idealerweise natürlich Bezug zu dem hat, was sie unterrichten.

 

Hinweis: Dieser Text stammt aus dem Jahr 2002.

Zuletzt geändert am 27.09.2007